In meiner Funktion als Landtagsabgeordneter habe ich im Zuge der letzten Plenarsitzung einen Tagesordnungspunkt eingereicht. Dieser sieht den Ausbau der Netzabdeckung im Mobilfunk vor und wurde im Plenum beschlossen.
Künftig soll die Netzabdeckung durch Potenzierung von bestehenden Sendeanlagen gewährleistet werden. Im ganzen Land ist die Abdeckung nach wie vor lückenhaft. Sei es auf freien Flächen wie Wäldern und Almen. Aber auch anderen Bereichen, die der Sicherheit von Menschen nützlich sind, wie das ländliche Gebiet entlang von Straßen und Tunnel, besteht Aufholbedarf. Im Notfall und Zwischenfällen muss ein Notruf absetzbar sein. Das ist nur möglich, wenn eine landesweite Netzabdeckung gewährleistet ist und Funklöcher in abgelegenen Gebieten geschlossen sind. Damit dies geschieht, sollen das Land nun Verhandlungen mit den zuständigen Landesämtern, der RAS und den Mobilfunkanbietern aufnehmen.
Ich fordere, dass generell die Netzversorgung überprüft und wo Bedarf ist, schnellstmöglich ausgebaut wird. Der Ball liegt bei den zuständigen Landesämtern. Es ist einiges an Arbeit, all dies, wie beschlossen, heuer noch umzusetzen. Umso wichtiger ist es, schnellstmöglich die Sache anzugehen.
Hier kommt der Landesrat für Mobilität, ins Spiel. Dieser ist jetzt angehalten, Verhandlungen mit den italienischen Staatsbahnen und den Mobilfunkanbietern für die Verbesserung der Mobilfunkversorgung zu forcieren, um den Ausbau schnellstmöglich voranzutreiben.
Netzabdeckung abgelegener freier Flächen kaum erschlossen
Ein flächendeckend ausgebautes Netz ist sicherheitsrelevant. Prekär wird es, wenn wegen Funklöchern sowie mangelnder Netzabdeckung, Notrufe nicht durchgestellt werden können, die Verbindung abbricht oder durch unzureichende Übermittlung von Standortdaten die Standortbestimmung nicht erfolgen kann. All dies kann unter Umständen das Eintreffen der Feuerwehren und Rettungskräfte im Ernstfall verzögern oder gar verhindern.
Mir selbst ist es bei einem Unfall bei der Holzarbeit im Wald passiert, dass die Rettungskette durch ein Funkloch nicht optimal funktionieren konnte. Gott sei Dank, ich war damals nicht allein im Wald. Sonst hätte das Ganze schlimm enden können. Es ist daher dringend erforderlich, Maßnahmen zur Verbesserung der Netzabdeckung zu ergreifen, beispielsweise durch die Optimierung und Potenzierung bestehender Sendeanlagen.
Abgelegene Gebiete, wie bspw. Almen und Wälder verfügen nach wie vor oftmals über keinerlei Netzabdeckung. Für Bauern und Waldarbeiter, aber auch Wanderer und Erholungsuchende als auch in Brandfällen für Eigentümer und Pächter kann dadurch im Ernstfall ein erheblicher Nachteil erwachsen.
Wirtschaftliche Entwicklung gehemmt
Neben dem Sicherheitsleck hemmen Funklöcher ferner die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Auch Eisenbahn- und Straßentunnel in Südtirol verfügen unzureichend über Netzabdeckung im Mobilfunk auf. Mangelhafte Netzabdeckung im Eisenbahntunnel ist für arbeitende Bahnreisende ein Hindernis. Besonders Berufspendler werden während längeren Durchfahrtszeiten gezwungen, die Arbeit zu unterbrechen, da ohne Netzabdeckung keinerlei Kommunikation nach außen möglich ist.
Auch hier tritt erneut der Sicherheitsaspekt der Netzabdeckung in den Vordergrund.
Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung der Netzabdeckung wäre die Potenzierung von bestehenden Sendeanlagen. Durch den Ausbau der Mobilfunkversorgung im Bahntunnel kann die Attraktivität des Bahnverkehrs erhöht werden. Während das Land im Falle der Straßentunnel autonom agieren kann, bedarf der Ausbau der Mobilfunkabdeckung im Eisenbahntunnel der Kooperation mit Infrastruktur-Besitzern, wie den italienischen Staatsbahnen.